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Danio kyathit
Corydoras duplicareus



Placidochromis sp. "Phenochilus Tanzania"03.09.2010


Die Gattungseinteilungen bei den Haplochromis-artigen Buntbarschen des Malawisees erfolgt nach dem so genannten Melanophoren-Muster, also den schwarzen Grundzeichnungselementen. Leider lassen sich diese Zeichnungselemente bei dem 1935 beschriebenen Typusexemplar von Haplochromis phenochilus nicht erkennen, so dass seine korrekte Gattungszugehörigkeit bis heute ungeklärt ist.



Die wunderschönen Fische, die wir jetzt als deutsche Nachzuchten anbieten können, gehören unzweifelhaft zu der Gattung Placidochromis und höchstwahrscheinlich zur Art phenochilus, doch sollte man bis zu der wissenschaftlichen Klärung dieser Frage lieber die oben verwendete Schreibweise als Artbezeichnung benutzen.



Placidochromis sp. "Phenochilus Tanzania" gehört zu den friedlichsten Malawi-Buntbarschen. Er wird etwa 17 cm lang (Männchen, Weibchen bleiben kleiner). In der Natur betätigt er sich als "Verfolgerfisch", das bedeutet, er schwimmt im Gefolge großer, den Boden durchwühlender Buntbarsche wie Fossorochromis oder Taeniolethrinops und schnappt aufgescheuchte Kleintiere und sonstige Nahrungspartikel, die für die großen Burschen nicht interessant sind. Da dieses Verhalten kein Revierverhalten erfordert, können sie es sich leisten, mit Artgenossen und fremden Fischen friedlich umzugehen.



Zu den Besonderheiten des "Phenochilus Tanzania" gehört es, dass die Männchen ab einem Alter von 1-2 Jahren damit beginnen, weiße Schuppen im Farbkleid auszubilden. Im Alter von ca. 4 Jahren sind die Tiere ausgewachsen und ihre Färbung abgeschlossen. Ähnlich wie Cyrtocara moorii, der Malawi-Beulenkopf, entwickeln die voll ausgewachsenen Männchen Von Placidochromis sp. "Phenochilus Tanzania" einen Stirnbuckel, der allerdings bei weitem nicht so imposant ist.

Bereits Jungtiere dieser Art sind ausgesprochen schön gefärbt, wie den Bildern zu entnehmen ist. Gemäß ihres friedlichen Temperamentes darf man diese Fische nicht mit aggressiven Mbunas vergesellschaften. Andere Utakas oder Aulonocara-Arten sind die richtige Gesellschaft.



Für unsere Kunden: die Fische haben Code 564701 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Placidochromis: latein, bedeutet "ruhiger Chromis", was sich auf die Schwimmweise bezieht. Die Endung "chromis" wird allgemein für afrikanische Barsche verwendet. Es handelt sich um einen alten Fischnamen, der heute im wissenschaftlichen Sinne für den Mönchsfisch, Chromis chromis, einen im Mittelmeer und Atlantik vorkommenen Riffbarsch, verwendet wird. phenochilus: altgriechisch, bedeutet "mit glänzenden Lippen". Fossorochromis: altgriechisch, bedeutet "grabender Chromis". Taeniolethrinops: altgriechisch, bedeutet "gestreifter Lethrinops". Lethrinops ist eine andere Buntbarschgattung. Haplochromis: altgriechisch, bedeutet "einfacher Chromis".

Text: Frank Schäfer, Photos: Frank Schäfer und Erwin Schraml






Trachycorystes sp. WHITE SPOTS31.08.2010


Die Gattung Trachycorystes umfasst zur Zeit 3 anerkannte Arten, von denen jedoch nur T. trachycorystes bislang aquaristisch bekannt wurde. Siehe für diesen, bis zu 45 cm langen Trugdornwels http://www.aquariumglaser.de/de/archiv.php?news_id=202



Aus Peru erhielten wir kürzlich ein 25-30 cm langes Exemplar, das bezüglich seiner Färbung völlig abweichend ist, es besitzt nämlich auf beiden Körperseiten unregelmäßig geformte, weiße Flecken. Ob es sich um eine andere Art oder um ein aberrant gefärbtes Exemplar von T. trachycorystes handelt, ist unbekannt.



Als ich das Tier fotografieren und mit einem Aquarienkescher in eine günstige Position schieben wollte, reagierte es äußerst ungewöhnlich: es attackierte das nervige Netz und verbiss sich darin! So etwas gibt es bei Süßwasserfischen so gut wie nie, ganz selten erlebt man ähnliches bei Raubsalmlern oder brutpflegenden Buntbarschen, aber auch hier ist es die absolute Ausnahme.



Die Zähne von Trachycorystes sind in bandartigen Kissen angelegt, und durchaus geeignet, unangenehme Verletzungen zu verursachen.

Für unsere Kunden: das Tier hat Code 297958 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Trachycorystes: aus dem Altgriechischen trachys für "rauh" und korystes für "Helmträger".

Text & Photos: Frank Schäfer






Barbus candens23.08.2010


Im zentralen Kongobecken gibt es drei einander sehr ähnliche Arten von Zwergbarben, die nur 3-4 cm groß werden. Hinzu kommen einige weitere sehr ähnliche, aber wissenschaftlich noch nicht bearbeitete Arten. Die drei beschriebenen Arten sind Barbus candens, B. hulstaerti und B. papilio. Alle leben in schattigen Waldbächen mit saurem pH-Wert (pH 5,0 - 5,7) und bei relativ kühlen Wassertemperaturen (21-23°C).



Barbus candens, die wir gerade einführen konnten, ist mit etwa 4 cm Maximallänge die größte der drei Arten. Es handelt sich um einen wunderschönen und friedlichen Zwergfisch, der sich hervorragend für Nano-Aquarien eignet. Wie bei allen Arten der Gruppe erkennt man die Männchen an der farbigen Rückenflosse, die bei den Weibchen immer durchsichtig ist.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 100694 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Barbus: Latein, bedeutet "der Bärtige", was sich auf die Barteln bezieht. candens: latein: bedeutet "glänzend, glitzernd, weißglühend"; hulstaerti: Widmungsname. papilio: latein, bedeutet "Schmetterling"

Vorschlag eines deutschen Gebrauchsnamens: Rußnasen-Schmetterlingsbarbe






Ernstichthys megistus16.08.2010



Erstmals konnten wir einen ganz erstaunlichen Wels importieren, von dem bis 1985 weltweit lediglich 3 Exemplare bekannt waren. Auf den ersten Blick erinnern die Tierchen - sie sind kaum 2 cm lang - an asiatische Welse, etwa Akysis, es handelt sich jedoch tatsächlich um Verwandtschaft der Bratpfannenwelse.

Der Grund warum diese und einige verwandte Arten, die man als Hoplomyzontini zusammenfasst, praktisch unbekannt sind, scheint darin zu liegen, dass sie den Boden schnell fließender Gewässer besiedeln und sich hier eingraben. Da die meisten Hoplomyzontini sehr kleine Fische sind, werden sie zudem mit herkömmlichen Fangmethoden kaum erfasst.



Erstaunlich an unseren Tieren ist die recht große Farbenvielfalt, die im Extrem ins Graue einerseits und ins Gelbe andererseits geht. Ob es sich dabei eventuell um Geschlechtsunterschiede handelt, weiß man nicht.

Unsere Tiere haben sich bis jetzt völlig problemlos in der Haltung erwiesen, doch ist ihnen feiner Sand zum Eingraben ein Lebensbedürfnis. Das in Ecuador gesammelte Typusexemplar von Ernstichthys megistus ist mit rund 7 cm Standardlänge der größte überhaupt je bekannt gewordene Hoplomyzontini. Alle anderen Arten und auch die später in Peru gesammelten weiteren Exemplare von E. megistus waren nur etwa halb so groß oder kleiner. Ernstichthys megistus ist ein Fisch, an dem es noch sehr viel zu erforschen gibt, Aquarianer können dazu wertvolle Beiträge leisten!



Für unsere Kunden: die Fische haben Code 253363 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Ernstichthys: Widmungsname, bedeutet "Fisch des Ernst",  zu Ehren von A. Ernst von der Universidade Central de Venezuela; megistus: vermutlich latinisiert aus dem altgriechischen megistos, was "der Größte" bedeutet.

Vorschlag eines deutschen Gebrauchsnamens: Hummel-Bratpfannenwels

Text & Photos: Frank Schäfer

Literatur: Stewart, D. J. (1985): A review of the South American catfish tribe Hoplomyzontini (Pisces, Aspredinidae), with descriptions of new species from Ecuador. Fieldiana Zoology (new series), No. 25






Corydoras sp. Neon Goldstripe, CW 1011.08.2010


Unter den etwa 300 Arten von Panzerwelsen, die bislang aquaristisch bekannt wurden, gibt es zwar viele ausgesprochen schöne und attraktive Arten, als bunt kann man aber kaum eine bezeichnen. Eine der wenigen wirklich bunten Arten ist der wissenschaftlich unbeschriebene Corydoras sp. Neon Goldstripe, den wir jetzt wieder einmal in größerer Stückzahl als Wildfang importieren konnten. Andere Handelsnamen für das Tier sind z. B. "Peru Goldstripe" oder auch der Code CW 10.

Die herrlichen Tiere erreichen eine Länge von etwa 6 cm. Es handelt sich um vollkommen friedliche und leicht zu pflegende Schwarmfische, deren fantastisch leuchtende Rückenbinde allerdings in Schwarzwasser am besten zur Geltung kommt. Die Zucht ist schon häufig gelungen, die Art ist allerdings nicht sehr produktiv und hat vergleichsweise kleine Eier.

Für unsere Kunden: die Fische haben Code 221073 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Corydoras: aus dem Altgriechischen, bedeutet „mit Helm und Lanze“, was sich auf die äußeren Knochenpanzer und die kräftigen Flossenstacheln bezieht.

Text & Photos: Frank Schäfer






Apistogramma cactuoides WILD05.08.2010


Manche Fischarten sind zwar sehr populäre Aquarienfische, jedoch werden nur Zuchtformen, die in der Natur nicht vorkommen, gepflegt. Viele Aquarianer wissen gar nicht, wie die Naturform aussieht; zu diesen Arten gehört einer der beliebtesten Zwergbuntbarsche aus Südamerika, nämlich Apistogramma cacatuoides. Die Art ist im Amazonasbecken von Brasilien, Kolumbien und Peru zwischen zwischen dem 69sten und 71sten westlichen Längengrad verbreitet, wird jedoch nur selten importiert.



Die herrlichen A. cacatuoides, die wir zur Zeit im Stock haben, wurden aus Peru eingeführt. Wenngleich sie farblich kaum mit den vor allem auf rote Farben selektierten Zuchtformen konkurrieren können, begeistern sie durch die imposante Gestalt und die fantastische Rückenflosse. Die schwarzen Pigmentansammlungen sind übrigens nicht erblich, sondern treten nur bei Wildfängen auf; sie sind vollkommen harmlos und werden als Anzeichen einer in der Natur durchgemachten und überstandenen Infektion gedeutet.

Für unsere Kunden: Die Fische haben Code 617204 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Apistogramma: altgriechisch, bedeutet "mit unzuverlässiger Linie"; es ist nicht klar, ob sich das auf das Seitenlinienorgan oder Zeichnungselemente bezieht. cacatuoides: bedeutet "ähnlich einem Kakadu", bezieht sich auf die lang ausgezogenen Membranen der Rückenflosse, die den Autor an die Federhaube eines Kakadus erinnerten.

Text & Photos: Frank Schäfer






Macrobrachium brasiliense04.08.2010


Die meisten aquaristisch relevanten Süßwassergarnelen stammen aus Asien und Afrika. Aus Südamerika hat sich bisher noch keine einzige Art dauerhaft in den Aquarien einbürgern können. Das hat unterschiedliche Gründe, doch der wichtigste ist sicherlich, dass die bisher importierten Arten ein marines Larvenstadium durchlaufen und daher unter Aquarienbedingungen nur mit großem Aufwand nachzuzüchten sind.



Nun ist uns mit Macrobrachium brasiliense der Import einer wegen ihrer großen Eier gut im Aquarium nachzüchtbaren Großarmgarnele aus Peru gelungen. Die Art, deren Männchen etwa 8,5 cm, Weibchen etwa 5 cm lang werden (jeweils ohne Scherenarme) ist weit in Südamerika verbreitet. Sie bevorzugt Weichwasser, lässt sich aber auch in mittelhartem Wasser noch gut pflegen. Der pH-Wert sollte im schwach sauren Bereich angesiedelt sein.



Mit der attraktiven M. brasiliense - die Färbung wechselt, wie bei allen Großarmgarnelen, stimmungs- und umgebungsabhängig sehr und kann von weißlich bis tief dunkelrotbraun reichen - steht nun endlich eine Süßwassergarnele für Südamerika-Aquarien zur Verfügung.

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 484383 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Macrobrachium: altgriechisch, bedeutet "Großarm". brasiliense: bedeutet "aus Brasilien stammend".

Text & Photos: Frank Schäfer






Clibanarius africanus mit weißen Häuschen!02.08.2010


Der niedliche Einsiedlerkrebs Clibanarius africanus gehört zwischenzeitlich zu den  extrem beliebten Wirbellosen. Er ist ein euryhaliner Krebs, der sowohl in reinem Süß- wie auch in reinem Meerwasser leben kann. Allerdings scheint die Lebenserwartung in reinem Süßwasser auf wenige Monate begrenzt zu sein, weshalb man das Tier besser in Brackwasser pflegt. Clibanarius sind reine Detritusfresser, nehmen also abgestorbene pflanzliche und tierische Stoffe auf, im Aquarium auch jedes übliche Fischfutter.

Normalerweise erhalten wir die Tiere mit braunen Schneckengehäusen, die von der Art Tympanotonus fuscatus stammen. Diesmal haben aber fast alle Tiere weiße  Gehäuse, die von der Schneckenart Pachymelania aurita stammen, was sie sehr attraktiv macht.

Für mehr Informationen zu dem Einsiedler klicken Sie bitte http://www.aqualog.de/news/web69/carbs69d.pdf

Für unsere Kunden: die Tiere haben Code 483123 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.

Lexikon: Clibanarius: lateinische Bezeichnung für einen schwer gepanzerten Reiterkrieger. africanus: bedeutet "aus Afrika stammend".

Text & Photos: Frank Schäfer








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